Öffentliche Bibliotheken sind längst mehr als Orte des stillen Lesens. Sie sind Treffpunkte, Lernorte, Räume für Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Vor diesem Hintergrund entstand unsere Tape Art Ausstellung in der Stadtbibliothek Neu-Isenburg – als Teil der „Wochen der Toleranz und Mitmenschlichkeit“ unter dem Motto „Neue Räume“.

Ziel des Projekts war es, den geplanten Umbau der Bibliothek hin zu einem Kultur- und Bildungszentrum als „Drittem Ort“ sichtbar und begreifbar zu machen. Die Tape Art wurde im Treppenaufgang der Bibliothek umgesetzt und begleitet die Besucher:innen wortwörtlich auf ihrem Weg nach oben – als visuelle und inhaltliche Reise.

Auf der einen Seite des Treppenaufgangs gestalteten wir eine Reihe von Schlüsselbegriffen, die den Dritten Ort beschreiben: Erlebnisort, Kulturort, Lernort, Serviceort, Bildungsort, Begegnungsort und Kreativort. Diese Begriffe wurden durch Charaktere und grafische Elemente ergänzt, die die Vielfalt und Offenheit des Ortes widerspiegeln.

Die gegenüberliegende Seite war als Mitmach-Galerie angelegt. In klar definierten Weißräumen konnten Besucher:innen ihre Gedanken, Wünsche und Ideen festhalten – etwa zu Fragen wie: Was kann ich an einem Dritten Ort tun? Mit wem möchte ich ihn teilen? Wie will ich lernen oder kreativ werden? So wurde die Tape Art zur aktiven Kommunikationsfläche.

Die gesamte Ausstellung wurde mit Klebefolien umgesetzt und exakt nach dem entworfenen Konzept realisiert. Die Kombination aus Gestaltung, Beteiligung und öffentlichem Raum machte die Arbeit zu mehr als einer Ausstellung: Sie wurde zum Dialoginstrument für Stadtgesellschaft und Zukunftsplanung.

Das Projekt zeigt, wie Tape Art als partizipatives Medium eingesetzt werden kann – niedrigschwellig, visuell stark und offen für alle.