Im Rahmen der BUGA Mannheim 2023 realisierten wir ein großformatiges Tape Art Kunstprojekt als Teil der Wechselausstellung „Die Zukunft bleibt im Dorf“. Die Ausstellung widmete sich dem Leben im ländlichen Raum, dem Ehrenamt, der Kreativwirtschaft und der Rolle junger Menschen – und richtete sich bewusst an ein breites Publikum.

Unser Projekt war als Live-Kunstaktion konzipiert: Besucherinnen und Besucher konnten den Entstehungsprozess über mehrere Tage hinweg miterleben. Entstanden ist eine immersive Raumarbeit, die Tape Art nicht nur an der Wand, sondern im gesamten Raum erlebbar macht.

Die Gestaltung wurde vollständig mit Klebefolie und Klebeband umgesetzt. Ergänzt wurde die zweidimensionale Tape Art durch dreidimensionale Holzelemente, die wir in den Raum integriert und ebenfalls beklebt haben. So erhoben sich aus dem Boden abstrahierte Landschaften, Formen und Objekte – darunter auch eine Gitarre – und verbanden Boden, Wand und Raum zu einem zusammenhängenden Gesamtbild.

Inhaltlich übersetzten wir das Thema „Die Zukunft bleibt im Dorf“ in eine abstrakte, offene Bildsprache. Statt illustrativer Eindeutigkeit entstanden Formen, die Assoziationen an Dorflandschaften, Gemeinschaft, Kultur und Bewegung zulassen. Die Arbeit lädt dazu ein, stehen zu bleiben, zu entdecken und eigene Gedanken weiterzuspinnen.

Der großzügige Ausstellungsraum bot ideale Bedingungen für Tape Art in dieser Dimension. Sitzgelegenheiten im Raum machten das Kunstwerk zu einem Ort des Verweilens – nicht nur während der Vernissage, sondern über den gesamten Ausstellungszeitraum hinweg.

Das Projekt zeigt, wie Tape Art als zeitgenössische Kunstform im öffentlichen Raum funktionieren kann: handgemacht, zugänglich, vielschichtig – und im direkten Dialog mit den Menschen vor Ort.